Warum braucht ein Unternehmen einen Ersthelfer?

Laut dem Deutschen Arbeitsschutzgesetz sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, die notwendigen Hilfestellungen für einen Notfall im Arbeitsumfeld bereitzustellen. Dazu gehören entsprechende Fluchtwege und Hilfsmittel wie Feuerlöscher und medizinische Versorgung wie Erste-Hilfe-Kästen, vor allem aber die Ausbildung eines bestimmten Anteils der Mitarbeiter zu Ersthelfern. Ersthelfer im Betrieb sind dazu da, lebensrettende Maßnahmen im Notfall, wie die Versorgung von Verletzten, zu ergreifen und Hilfestellung zu bieten, bis Einsatzkräfte, Rettungsdienste und Notärzte vor Ort sind.

Basierend auf der Rechtsgrundlage der Vorschrift 1 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), gibt es spezifische Regelungen, an die sich Betriebe halten müssen. Die Einhaltung dieser Regelungen wird durch die Berufsgenossenschaft geprüft und kann bei Nichteinhaltung für Unternehmen sehr teuer werden. Bis zu 10.000,- Euro Bußgeld werden fällig, wenn nicht genügend Ersthelfer in einem Unternehmen beschäftigt sind. Sollte jemand bei einem Betriebsunfall zu Schaden kommen, ohne dass ein Ersthelfer vor Ort war, können sogar strafrechtliche Konsequenzen drohen – zum Beispiel eine Anzeige wegen (fahrlässiger) Körperverletzung.

Was sind die Regeln der DGUV?

Erste Hilfe im Betrieb wird schon bei einer geringen Größe zur Pflicht. Unternehmen mit zwei bis 20 Arbeitnehmern müssen laut DGUV zumindest einen Mitarbeiter zum Ersthelfer ausbilden lassen. Sind mehr als 20 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt, erhöht sich die Anzahl der vorgeschriebenen betrieblichen Ersthelfer prozentual. Bei Unternehmen der Verwaltung- und Handelsbranche müssen fünf Prozent der Arbeitnehmer einen betrieblichen Ersthelfer Kurs absolviert haben. Im Handwerk, Transport- oder Produktionsgewerbe sind es sogar zehn Prozent.

Achtung: Wichtig ist, dass die erforderliche Anzahl an Ersthelfern im Betrieb vor Ort ist. Um auch mit Hinblick auf Urlaubs- und Ausfallzeiten für genügend ausgebildete Ersthelfer zu sorgen, sollten Betriebe also mehr Arbeitnehmer zum Ersthelfer ausbilden lassen, als das absolute Minimum der Regelung erfordert.

Die Regeln zu umgehen, ist nur unter besonderen Umständen möglich: im Grunde nur dann, wenn der Betrieb entweder die Größenordnung der unter Vorschrift 1 angegebenen Rahmenbedingungen unterläuft oder eine anderweitige Lösung für seine Notfall- und Versorgungspflicht vorweisen kann.

Was für Vorteile haben Unternehmen vom Erste Hilfe Kurs im Betrieb?

Der Erste Hilfe Kurs für betriebliche Ersthelfer ist für Unternehmen auch außerhalb der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften von Vorteil. Unternehmen und Betriebe, die sich die Zeit nehmen, Ihren Mitarbeitern ein drei- bis vierstündiges Praxistraining zur Verfügung zu stellen, profitieren von einer sensibilisierten und für den Ernstfall vorbereiteten Belegschaft. Abgesehen von der höheren, gewährleisteten Sicherheit für die Arbeitnehmer, schützen sich Unternehmen aber auch vor anderen Risiken und Schäden. Durch eine schnelle und geschulte Reaktion können Personen- und Sachschäden verringert oder gleich verhindert werden, was längere Arbeitsausfälle vermindert. Auch vor Bußgeldern und Klagen schützen sich Betriebe, die diese Verpflichtung ernst nehmen. Erste Hilfe im Betrieb dient in erster Linie dem Schutz der Mitarbeiter, darüber hinaus aber auch der Absicherung und Gewährleistung einer allgemein sicheren Arbeitsumgebung. Vor allem bei entsprechender Größe bietet es sich, betriebliche Posten durch Ersthelfer und Trainer aufzustocken um Erste Hilfe Kurse gleich im Betrieb anbieten zu können.

Wie sieht das Notfalltraining in der Firma aus?

Betriebliche Ersthelfer müssen die Versorgung von Verletzten übernehmen können, bis der Rettungsdienst eintrifft. Das bedeutet nicht nur die Stabilisierung von Verletzten durch Verbände gegen Blutungen und das Einrichten der stabilen Seitenlage, sondern auch das Einleiten von Wiederbelebungsmaßnahmen und die Sicherung von Unfallstellen. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen kann einen entsprechenden Ersthelfer Lehrgang absolvieren, wie ihn B&K Emergency Training anbietet. Tatsächlich ist jeder Arbeitnehmer dazu verpflichtet, einen solchen Lehrgang nach Aufforderung durch den Arbeitgeber zu absolvieren.

Arbeitnehmer müssen den Kurs für betriebliche Ersthelfer alle zwei Jahre wiederholen. Dabei sind Unternehmen auch dazu angehalten, die zu Ersthelfern ausgebildeten Mitarbeiter kenntlich zu machen, zum Beispiel durch entsprechende Aushänge.

Unfallversicherungsträger übernehmen einen Großteil der der anfallenden Gebühren für den betrieblichen Ersthelfer Lehrgang. Wenden Sie sich mit Ihrer individuellen Anfrage an uns und wir beraten Sie, um Ihren Betrieb mit kompetenten Ersthelfern auszustatten!