Rettungssanitäter werden – kein Job wie jeder andere

Wenn der Pieper geht, wenn das Telefon klingt, muss es schnell gehen. Dann zählt jede Sekunde. Augenblicke können darüber entscheiden, ob ein Leben beendet ist oder weitergehen darf. Beim Alarm bleibt alles stehen und liegen wie es ist – wie im Film. Dann rennen die Frauen und Männer in den roten Jacken zum Rettungswagen.

Ein Rettungssanitäter weiß nie, was ihn erwartet, wenn der Notruf eingeht. Unfälle, Gewalt oder körperliches Versagen – kein Einsatz ist wie der andere. Und genau diese Spannung ist es, die den Job so besonders macht. Das Wissen, dass es keine Routine gibt. Was wie ein spannender Thriller klingt, ist für Rettungssanitäter weltweit Realität.

Wie ist so ein Job? Ist das abenteuerlich? Und was mögen Rettungssanitäter an ihrem Beruf?

Beim Retten gibt es keine Routine

Ganz klassisch erwartet jeder das eine von diesem Beruf: einem Menschen helfen zu können, vielleicht sogar ein Leben zu retten. Eine durchaus herausfordernde Arbeit, die sinnvoll und alles andere als langweilig ist, gibt es doch so viele Menschen, die in Notsituationen dringend professionelle Hilfe brauchen. Unterstützen, versorgen und für das Leben einstehen – und das ganze immer in Eile.

Und tatsächlich gibt es für Rettungssanitäter Schichten, da das genau der Fall ist, Menschenleben gerettet werden. Innerhalb einer Arbeitsschicht folgen verschiedenste Einsätze, in denen Reaktion und Wissen gleichermaßen Leben retten. Tatsächlich gibt es aber auch Schichten, in denen Patienten wegen Lappalien wie eine Schnittverletzung die 112 riefen, berichten Rettungssanitäter. Das Phänomen habe ich in den letzten Jahren vermehrt, klagen sie, auch zur Weihnachtszeit fiele auf, dass leider gerade einsame Menschen Notrufe wegen Kleinigkeiten absetzten, und appellieren, die Arbeitskraft der Rettungssanitäter nur für Notfälle anzufordern, damit sie gerade diesen helfen können.

Jeder Einsatz ist anders. Routine gibt es nie. So formulieren es Rettungssanitäter, denn auch wenn Handgriffe quasi schlafend sitzen, beispielsweise ein Schlaganfall nach strukturierten Abläufen durch einen Sanitäter behandelt wird, kann auch nach jahrelanger Dienstzeit die Arbeit als Rettungssanitäter nie zum Alltag werden. Jeder Patient ist individuell und jeder Einsatz findet unter grundverschiedenen Umständen statt. Gerade das birgt auch Gefahren, gerade bei Einsätzen, in denen Gewalt thematisiert wird, spielt oft ein aggressives Umfeld den Helfenden übel mit. Zusätzlich zum Fachwissen der Medizin steht bei Rettungssanitätern deshalb genauso Deeskalationstraining auf dem Ausbildungsplan – im Gefahrenfall hilft jedoch immer eins am besten, wie es Rettungssanitäter immer wieder schwärmen – das einmalige Verhältnis der einzelnen Teammitglieder im Rettungssanitäterberuf.

Innerhalb von Sekunden Wissen bereitstellen

Am Einsatzort muss ein Rettungssanitäter funktionieren – und schnellstmöglich richtig reagieren. Oft arbeitet er dem Notarzt und dessen Assistenten zu. Er beatmet, massiert Herzen, hält Hände. Er misst Blutdruck, bereitet ein EKG vor, setzt Zugänge, um ein Leben zu retten und manchmal, ja manchmal hilft er auch einem neuen Leben auf die Welt. Ein Rettungssanitäter trifft mit jedem Einsatz Menschen, von denen er nicht weiß, ob er sie jemals wiedersehen werden wird. Fremde, denen er in einem kurzen Zeitfenster so nahekommt, wie er es nie gedacht hätte. Genau das macht den Beruf so abwechslungsreich und so unheimlich wertvoll.

Empathie und Sozialkompetenz – so wichtig wie das medizinische Fachwissen

Dabei ist Empathie gefragt – trösten, beruhigen, da sein und kümmern. Nicht nur die Patienten selbst. Auch die Angehörige der Opfer brauchen oft Beruhigung und Hilfe. Für diese Situationen die richtigen Worte zu finden – das ist eine weitere Besonderheit des Berufs. Klar nehmen Rettungssanitäter gewisse Erlebnisse auch mal mit nach Hause, dafür sind Schicksale oder Erlebnisse zu nah. Aber genau das wiederum macht den Zauber des Berufs aus – die Allgegenwärtigkeit der Verletzlichkeit hilft umso mehr dabei, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Wer kann das schon von seinem Bürojob sagen?

Wir sind leidenschaftliche Lebensretter – und wir machen aus unseren Schülern Rettungssanitäter mit Herz. Eine Ausbildung bei uns macht auch aus euch leidenschaftliche Lebensretter. Wir beraten euch individuell – nehmt Kontakt zu uns auf!